Drei Viertel davon gehen in die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien, der Rest vorwiegend in die USA und die anderen karibischen Staaten. Hewanorra, Land der Leguane, nannten die indianischen Arawak St. Lucia. So heißt heute der moderne internationale Flughafen, dessen Rollbahn quer vor der Stadt Vieux Fort und der südlichen Inselspitze liegt. Im Zweiten Weltkrieg installierten die USA hier den Luftstützpunkt Beane Airfield als Zwischenstopp und letzte Station zum Auftanken der Maschinen, die auf dem Weg nach Südeuropa den Atlantik überquerten. Vom Cape Moule ä Chique, auf dessen 220 m hohen Hügel an der Südspitze von St. Lucia ein Leuchtturm den Schiffen den Weg weist, kann man bei gutem Wetter in Richtung Süden das nur 35 km entfernte St. Vincent ausmachen. In den steilen Klippen der Halbinsel leben Tausende von Seevögeln. weiterlesen »
Victoria begleitet im Auftrag der Land- und Forstverwaltung Gruppen auf Tagestouren durch die üppige Vegetation. »Gute, feste Schuhe sind wichtig«, ermahnt sie, wes kann rutschig werden». Im Durchschnitt fallen hier zwischen 1500 und 2000 mm Niederschlag im Jahr. Die Temperaturen sind gleichbleibend hoch, fallen fast nie unter 20° Celsius. Ein Klima, das in kälteren Regionen nur künstlich in Treibhäusern existiert, ermöglicht den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen. Hier gedeihen mehr als 100 verschiedene Arten von Farnen, darunter Baumfarne, die mehr als zehn Meter hoch werden. Es gibt Bambusarten, die jeden Tag einen Zentimeter wachsen, Gummibäume mit Stämmen von einem halben Meter Durchmesser. weiterlesen »
Ihr Service ist eigentlich im Eintrittspreis enthalten, ein Trinkgeld wird dennoch erwartet. Mittlerweile ist es untersagt, abseits der markierten Pfade auf eigene Erkundung zu gehen, etwa um die gelben, schwefelhaltigen Ablagerungen genauer zu studieren. Vor einigen Jahren hat sich einer der örtlichen Guides selbst böse Verbrennungen zugezogen, als er durch eine poröse Schicht brach und plötzlich bis zu den Hüften in einem kochendheißem Schlammloch steckte. weiterlesen »
Im Fischerörtchen Anse La Raye etwas weiter südlich scheint die Zeit stillzustehen. Einige Fischer gehen noch wie ihre Vorfahren mit Einbäumen aufs Meer. Die 50 m lange Einfriedung bei der katholischen Kirche hat der einheimische Künstler Dunstan St. Omer, der auch schon Teile der Kathedrale von Castries ausgemalt hat, mit naiven Wandmalereien geschmückt. In der übernächsten Bucht bei Canaries hängen Fischernetze zum Trocknen am Strand, verraten ausgebleichte, windschiefe Holzhäuser einiges über die schwierigen Lebensumstände ihrer Bewohner. Ein Stand direkt an der Straße mit frisch aufgeschlagener Kokosnuß verspricht köstliche Erfrischung. weiterlesen »
An der Hafenstraße entlang der Carenage von St. George’s ist immer etwas los. Lastwagen liefern Waren von hier zu anderen Inselorten oder bringen Vorräte für Geschäfte und Lagerräume. Während des Karnevals im August ziehen der ausgelassene Ouvert Umzug Tanzender und farbenprächtig Kostümierter sowie die Musikgruppen der Parade of the Bands die Wharf Road an der Carenage entlang. weiterlesen »
Lage: südlichster Inselstaat der Windward Islands, Kleine Antillen; ca. 160 km nördlich von Venezuela
Fläche: 344 km2, Hauptinsel Grenada 305 km2, zwei Nebeninseln und einige Eilande
Hauptstadt: St. George’s, mit Randgemeinden ca. 8000 Einwohner
Bevölkerung: ca. 100 000 Einwohner, d. h. 290 pro km2; über 90 % Nachkommen westafrikanischer Sklaven, ca. 3 % stammen von indischen Vertragsarbeitern ab, weniger als 1 % Weiße weiterlesen »
Südlich der malerischen Hauptstadt St. George’s erstrecken sich traumhafte Strandbuchten. Entlang der Küsten kultivieren Kleinbauern tropische Früchte und Gewürze. lm bergigen inselinneren wächst tropischer Regenwald. Das Segel- und Tauchrevier der Grenadineninseln Carriacou und Petit Martinique ergänzt den Reichtum der Landschaften von Grenada. weiterlesen »
Die Insel von knapp 8 km’ Größe ähnelt in ihrem Umriß entfernt einem Stiefel. Hier leben etwa 1000 Einwohner. Canouan ist nach dem karibischen Wort für Schildkröte benannt. An seinen Stränden vergruben einst Wasserschildkröten ihre Eier zum Ausbrüten in den warmen Sand. Inzwischen hat das ehemals für sein ursprüngliches Inselleben bekannte Eiland ebenfalls zum Sprung in eine Zukunft als exklusiver Ankerplatz angesetzt. Einige mondäne Hotels und Resortanlagen zielen auf eine gutbetuchte Klientel. Sind die Pläne für den Bau eines Kasinos in der Rameau Bay erst umgesetzt, wird sich der Charakter von Canouan weiter verändern. weiterlesen »
Auf dem 3 km’ kleinen Mayreau gibt es nur eine kurze Straße, auf der zwei Autos verkehren. Die 170 Einwohner gehen zu Fuß, etwa zur kleinen Traumbucht Salt Whistle Bay im Norden, einem idealen Ankerplatz für Segler. Die von Stränden eingerahmte Bay wird im Süden von einem Riff begrenzt, das Schnorchler in Entzücken versetzt, Seglern jedoch erhöhte Aufmerksamkeit abverlangt. Ein Strandrestaurant, in dem auch Deutsch verstanden wird, versorgt vor allem Besatzungen der in der Bucht liegenden Schiffe vom Frühstück bis zum Abendessen. weiterlesen »
Sie wird Gewürzinsel genannt, Spice Island, und tatsächlich versorgt Grenada die Küchen der Welt mit einer Vielfalt würziger Zutaten, ohne die viele Gerichte fade schmecken würden. Fruchtbarer vulkanischer Boden und genügend Feuchtigkeit durch reiche Niederschläge an den Berghängen, dazu ganzjährig Temperaturen um die 25° Celsius lassen es allenthalben sprießen und wachsen. weiterlesen »